SEO lernen in 8 Schritten

Grundvorraussetzungen

SEO zu lernen ist kein Hexenwerk. Eigentlich ist das Einzige was man braucht Motivation. Eine gewisse Internetaffinität ist nicht schlecht. Hilfreich ist zudem ein Grundverständnis für Marketing an sich. Dieses Tutorial ist dazu ausgelegt, SEO nebenberuflich zu lernen.

Wie lange dauert es SEO zu lernen?

Das kommt ganz darauf an, wie viel Zeit man selbst investiert. So kann man bereits nach 3 Monaten große Fortschritte sehen, wenn man es ruhiger angehen lässt, so ist man aber auch nach 6 Monaten gut dabei. Unabhängig davon, wie viel Zeit du dir selbst dafür einräumst, so kann ich versprechen, dass du viel dabei lernen wirst. Auch schon nach 2 Wochen. Allein deswegen lohnt es sich schon.

SEO ist ein Online-Marketing Kanal, der einige Zeit braucht, bis man Ergebnisse sieht. Diese Ergebnisse sind dafür umso nachhaltiger. Darauf sollte man sich auch am Anfang schon einrichten.

Was kostet es mich?

Ich rechne mal die Konferenzen nicht mit, weil sich die meiner Meinung nach ohnehin erst zu einem späteren Zeitpunkt lohnen.

Buch = 40 Euro
Hosting für ein halbes Jahr (All-Inkl Privat Plus) = 48 Euro

Also ca. 90 Euro. Es geht auch noch etwas mehr oder weniger, je nach dem, welches Hosting Paket man nimmt. Im Prinzip kommen jetzt noch die SEO Stammtische dazu, aber wie viel Bier du dort trinkst, ich für mich schwer zu kalkulieren.

SEO zu lernen, kostet in erster Linie Zeit.

Warum lohnt sich das überhaupt?

  1. Du lernst etwas Neues
  2. Du verstehst das Internet besser
  3. Du baust Wissen für deinen weiteren Werdegang auf
  4. Du lernst neue Leute kennen
  5. Mit dem Wissen lässt sich später sogar Geld verdienen

Um mal Marcus Tandler zu zitieren: „SEO ist ein Skill, der dich wirklich weiterbringt“. Dazu gibt es ein hier ein sehenswertes Interview. Nun zu den einzelnen Schritten.

1. HTML & CSS lernen

Wenn du SEO lernen willst, dann musst du als erstes die Sprache hinter Websites verstehen. Internetseiten sind auch heute noch in HTML aufgebaut. Dahinter verbirgt sich der Inhalt einer Website. Für die Optik ist unter anderem die Sprache CSS zuständig. Es gibt ein sehr gutes Tutorial auf Tutsplus zu HTML & CSS:

http://webdesign.tutsplus.com/courses/30-days-to-learn-html-css

Es ist eine Videoreihe, die darauf ausgelegt ist, die Grundlagen beider Sprachen in 30 Tagen zu lernen. Der Aufwand pro Tageseinheit beträgt maximal eine Stunde. Demnach kann man dieses Tutorial auch durchaus neben seiner Hauptbeschäftigung durchziehen. Wer mehr Zeit hat und sich richtig dahinter klemmt, für den ist das Tutorial durchaus in 10 Tagen machbar. Danach kann man die ersten eigenen Websites erstellen. Dieser Kurs ist kostenlos, man muss sich lediglich bei Tutsplus registrieren.

2. SEO-Buch lesen

Als nächstes empfehle ich, sich in die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung einzuarbeiten. Ein guter Weg dazu ist ein Fachbuch. Sebastian Erlhofers Buch zur Suchmaschinenoptimierung war damals auch mein erstes Buch zum Thema und ich kann es vorbehaltlos empfehlen. Mittlerweile ist die aktualisierte 8. Auflage erschienen. Danach kennt man die SEO Grundlagen.

SEO lernen mit dem Buch von Sebastian Erlhofer

3. eigenes Projekt starten

Was nützt all die Theorie ohne Praxis? Darum empfehle ich, an dieser Stelle direkt mit einem eigenen Projekt zu starten. Eigenes Projekt heißt: eigene Website. Jeder hat ein bestimmtes Hobby, was er liebt. Mach eine Website dazu. Als Hoster kann ich all-inkl.com empfehlen. Ich habe dort ein Webhosting Premium Paket. Für den Start empfehle ich WordPress, welches kostenlos ist.

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An der ersten eigenen Website wirst dun unglaublich viel lernen. Zig mal musst du Sachen im Netz nachlesen und nach Problemlösungen suchen. Wenn es dann aber langsam funktioniert, macht es großen Spaß.

4. andere Websites analysieren

Ich lerne immer viel daraus, andere Websites zu analysieren. Man kann sich einfach mal umsehen, wie andere Seiten aufgebaut sind, was dort geschrieben wird, wie intern verlinkt ist, welche Links die Seiten haben.

Wenn man sich ein Thema für ein eigenes Projekt ausgesucht hat, kann man sich anschauen, was die anderen Webseitenbetreiber in der eigenen Branche machen. Lass dich nicht vom Umfang der anderen Websites abschrecken. Natürlich machen die anderen das schon einige Monate oder Jahre. Aber das heißt nicht, dass du damit nicht auch anfangen solltest.

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Interessant ist es auch, sich besonders lukrative Suchbegriffe anzusehen. Ich denke da an „Kredit“, „Lebensversicherung“ oder „Baufinanzierung“. Das lässt sich natürlich unendlich fortsetzen.

5. Blogs abonnieren und lesen

Ich empfehle, regelmäßig Blogs zu lesen. SEO und Online-Marketing entwickelt sich ständig weiter. In unserem Fachgebiet ist es daher besonders wichtig, immer am Ball zu bleiben und sich weiter zu bilden. Google bringt neue Updates. Jemand testet etwas und bloggt dann darüber. Für mich ist die SEO-Szene eine der sympathischsten, weil es untereinander sehr viel Weitergabe von Wissen gibt. Welche Blogs ich empfehle, kannst du hier nachlesen.

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Nebenher lohnt es sich, in Facebook Gruppen und Foren aktiv zu sein.

6. Twitter nutzen

Die wirklich spannenden Tipps bzw. Links zu Blogs mit Tipps findet man auf Twitter. Als Anregung, wem man dort folgen sollte, kann ich die Kollegen empfehlen, denen ich aktuell folge:

https://twitter.com/MattHaltenhof

Auch hier hilft es, ab und an mal auszumisten und nach Leuten ausschau halten, denen es sich lohnt zu folgen.

7. Stammtische besuchen

Auf SEO Stammtischen trifft man regelmäßig Leute, die nicht gerade bloggen, aber eben doch viel Plan von der Materie haben. Sucht euch einen SEO-Stammtisch in der nächstgrößeren Stadt. Einfach nach “SEO Stammtisch + Stadt” in Google oder in Facebook suchen. Lass dich nicht davon abhalten, die Stammtische zu besuchen, weil du grad erst in die Szene einsteigst. Jeder hat mal angefangen. Wichtiger ist, dass du dich wirklich einbringst, deine Erkenntnisse teilst und später auch Fragen von anderen beantwortest. Die SEO-Szene ist ein Geben und Nehmen. Umso mehr du gibst, umso mehr wirst du auch zurück bekommen.

8. Konferenzen

Die nächstgrößere Variante inklusive Vorträgen sind die Konferenzen im Online-Marketing Bereich. SEO-United hat dabei immer eine gute Übersicht von aktuellen Konferenzen.

Meine Empfehlungen: SEO Campixx, SEO-Day, SEOkomm, SMX. Ja, die Konferenzen sind nicht billig. Ich besuche aktuell pro Jahr 2, die SEO Campixx und den SEO-Day. Mitunter überschneiden sich die Vorträge auf den verschiedenen Konferenzen, so dass man nicht alle mitnehmen muss. Macht aber trotzdem Spaß. Konferenzen sind besonders wichtig für das Networking.

Wie geht es weiter?

Als Erstes: Wenn du Bock auf SEO hast, dann fang damit an, es jetzt zu lernen. Die erfolgreichsten Menschen sind nicht erfolgreich, weil sie sagen: Das müsste ich mal machen. Sondern weil sie machen. Take Action!

SEO lernen hört dabei nie auf. Jeden Tag, an dem man in diesem Bereich arbeitet, lernt man etwas dazu. Die Basics kannst du in einem halben Jahr lernen. Dazu kommt ab dann jeden Tag ein neues Stück Erfahrung.

Vielen Dank an Martin Witte von www.seo-profession.de und Marcus Obermeier von www.netzeffekt.de, die mit hilfreichen Tipps viel zu diesem Artikel beigetragen haben.

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