Chromebook Test 1

Chromebook Test

Vor 2 Monaten habe ich mir ein Chromebook gekauft. Seit dem habe ich das Gerät fast jedem Tag im Einsatz und konnte mir so ein Bild davon machen. Wie es mir gefiel, erfahrt ihr in meinem ausführlichen Chromebook Test. Wie ist der Unterschied zum MacBook Air? Lohnen sich die 350 € oder ist das rausgeworfenes Geld? Nur ein weiteres Technik-Gimmick?

Grund für den Kauf

Ich hatte vor einigen Jahren mal einen Laptop, habe diesen aber so gut wie nie gebraucht. Ich habe damals für mich festgestellt, dass ich einen voll leistungsfähigen Rechner brauche und zusätzlich auch zu faul bin, 4 kg extra mit mir herum zu schleppen. Ich war eher der Power-User, der neben Rechenleistung auch eine vernünftige Tastatur und Maus brauchte. Heute würde aber sogar die CPU meines Handys zum arbeiten ausreichen.

Der Kauf des Chromebooks hatte bei mir mehrere Gründe:

  • Ortsunabhängigeres Arbeiten
  • Arbeiten in der eigenen Wohnung an anderen Plätzen außer dem Schreibtisch
  • Mobilität eines Rechners
  • Fokussierung auf Arbeiten statt anderen Ablenkungen

Wieso habe ich mich für ein Chromebook statt eines anderen Laptops entschieden?

  • günstiger Preis
  • große Tastatur
  • großes Touchpad
  • lange Akkulaufzeit
Chromebook Test 1
Ich habe mich endgültig Google verschrieben

Was man vor dem Kauf im Hinterkopf haben sollte

Das Chromebook läuft auf Chrome OS. Man hat also den ganz normalen Chrome Browser, den man auch mit allen Erweiterungen bestücken kann. Für das OS hingegen gibt es nur eine recht begrenzte Anzahl von Apps. Man muss sich also genau überlegen, was man am Rechner macht. Wenn das tatsächliche reine „Büroarbeit“ mit Browser und Office ist, dann ist das Chromebook genau die richtige Wahl. Braucht man jedoch Videoschnittprogramme oder Photoshop, so muss man wohl oder übel zu Windows oder Mac greifen.

Verheiratet mit Google

Zum Anmelden braucht man ein Google Konto. Was man auf Windows als Word, Excel und Powerpoint kennt, läuft über Google Drive ab. Ich habe bereits vorher Google Drive benutzt. Seit dem Chromebook bearbeite ich jedoch fast alle meine Dateien auf dem System, da so alle Daten auch auf meinen unterschiedlichen Endgeräten verfügbar sind. Es liegt also quasi alles bei Google. Wer damit ein Problem hat, für den ist das Chromebook einfach nichts. Mich stört es nicht.

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Ein Intel Prozessor arbeitet im Inneren des Chromebooks

Um welches Chromebook es in meinem Test überhaupt geht

Beim Kauf habe ich mich für das Toshiba CB30-B-104* entschieden. Darin arbeitet ein Intel Celeron N2840 mit 4GB RAM.

Wie wirkt das Chromebook von außen?

Auf den ersten Blick hat man ein sehr wertiges Gerät vor sich. Nichts wackelt und alles ist gut verarbeitet. An das Aluminium vom MacBook reicht es vermutlich nicht ganz heran, aber das stört mich überhaupt nicht.

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Makellose Verarbeitung

Gewicht

Wie oben erwähnt, reise ich gern leichtgewichtig. Daher spielte dieses Kriterium für mich eine entscheidende Rolle. Das Toshiba Chromebook wiegt 1,35 kg. Zusammen mit der Filztasche komme ich so auf ca. 1.5 kg, was ich als sehr angenehm empfinde.

Bildschirm

Ein besonderes Highlight ist das Toshiba TruBrite Full HD IPS Display. Es hat eine Größe von 13,3 Zoll. Als Fotograf habe ich mich ausgiebig mit Monitoren und Displays beschäftigt und nutze auch als Hauptrechner zuhaus ein IPS Display. Wie schon aus den Amazon Rezensionen hervorging, ist das Display eine Augenweide. Messerscharf und tolle Farben. Allerdings handelt es sich um ein spiegelndes Display. Vor dem Kauf habe ich das als Nachteil empfunden, mittlerweile habe ich aber noch keine Situation erlebt, wo es ein echtes Problem gewesen wäre. Der Bildschirm hat eine Auflösung von 1920×1080, eben Full HD. Auf 13,3 Zoll ist das schon recht klein. Ich habe daher die Auflösung auf 1536×864 reduziert. Damit kann ich gut arbeiten. Von anderen Displays kenne ich es, dass die Schärfe abnimmt, wenn man nicht die native Auflösung benutzt, aber hier gibt es in dieser Richtung keine Probleme.

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Schönes Design mit Glare Display

Touchpad

Das Touchpad ist angenehm groß. Wie beim Mac gibt es keinen Rechtsklick, woran ich mich als Windows Nutzer erst gewöhnen musste. Mittlerweile geht das aber sehr fließend. Es gibt verschiedene Gesten für Zoom, Rechtsklick und Scrollen, sodass man auch ohne Maus gut arbeiten kann. Ich habe nach 2 Wochen eine Maus gekauft, weil ich dachte, dass ich damit besser arbeiten kann, benutze diese aber so gut wie garnicht. Das spricht natürlich auch für das Touchpad.

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Das große Touchpad

Tastatur

Die Tastatur ist groß und hat einen angenehmen Anschlag. Auch hier wurde beim MacBook Anleihe genommen, vermutlich ist es von der Tastengröße und vom Layout her fast 1:1 die gleiche Tastatur. Es schreibt sich darauf sehr angenehm. Ungeschlagener König unter den Tastaturen zum Schreiben ist für mich jedoch weiterhin das Logitech Illuminated Keyboard. Dennoch bewegt sich die Tastatur dieses Chromebooks auf hohem Niveau.

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Skullcandy Case

Akkulaufzeit

Laut Hersteller werden 11.5 Stunden angegeben. Es kommt natürlich darauf an, was man mit dem Gerät anstellt. In der Praxis kann ich etwa 8,5 Stunden bestätigen. Ist man damit also nur einen Tag unterwegs, so kann das Ladekabel auch daheim bleiben.

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Klinkenanschluss, USB Port, HDMI Anschluss und Kensington Lock

Anschlüsse

Das Toshiba Chromebook CB30-B-104 hat einen HDMI Anschluss, einen Klinkenanschluss, zwei USB-Ports, einen SD-Kartenslot und ein Kensington-Schloss.

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Netzanschluss, USB Port und SD Kartenleser

 Mein Fazit zum Chromebook Test

Nachdem ich das Chromebook nun zwei Monate habe, fällt mein Fazit äußerst positiv aus. Das Notebook ist nach dem Aufklappen sofort einsatzbereit und flott unterwegs. Nur ganz selten gibt es Wartezeiten. Auch mit vielen offenen Tabs läuft Chrome flüssig und Full HD Streams laufen ohne Ruckler. Ich habe einige Browser Plugins installiert und mir einen FTP Client als App besorgt. So lässt sich damit gut arbeiten. Ab und an fehlt mir Photoshop, aber kleinere Bildbearbeitungen wie Crop und Resize lässt sich auch damit erledigen. Oft benutze ich das Chromebook auch zum TV oder Film schauen. Es ist eben auch sehr bequem, einige Blogs zu lesen und an meinen Seiten rum zu schrauben und damit auf dem Sofa zu sitzen und nicht erst den Rechner hochfahren zu müssen. Wer sich mit ChromeOS als Betriebssystem arrangieren kann, für den ist das Toshiba Chromebook* eine ausgezeichnete Wahl.

5 Kommentare zu „Chromebook Test“

  1. Hallo Matthias,

    cooler Bericht.

    Mich würde das spiegelnde Display stören. Schon dein Foto vor dem Fenster zeigt ja, wie sehr es spiegelt. Aber wen das nicht stört, der kann natürlich die schönere Farbdarstellung genießen 🙂

    Viele Grüße
    Sven

  2. Toller Bericht!

    habe dasselbe Modell wie du und muss sagen, dass die Akkulaufzeit echt super ist. Komme mit dem Chromebook manchmal sogar 10 Stunden lang aus, ohne es laden zu müssen. Insgesamt ist auch das Preis-/Leistungsverhältnis ganz gut wie ich finde.

    Gruß, Calvin 😉

    1. Hey Daniel,

      das Chromebook von Toshiba ist nicht mehr zu haben. Ich kann dir aber auch kein Anderes empfehlen, weil ich mich seitdem nicht mehr mit neuen Geräten beschäftigt habe. Ich bin einfach super zufrieden mit dem Teil 🙂

      Grüße,

      Matthias

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