Superpanel

SEO-Day 2014 Recap

Am 30.10. fand der SEO-Day 2014 in Köln statt. Wie jedes Jahr ist diese Veranstaltung im RheinEnergie Stadion beheimatet. In den Tagungsräumen des Stadions läuft die Konferenz so vor der beeindruckenden Kulisse des Spielfelds ab. Schon beim Einlass wurde klar, dass dieses Event größer als die SEMSEO ist, die ich im Mai besucht hatte. Es waren etwa 650 Teilnehmer anwesend. Man hatte die Auswahl aus drei verschiedenen Vortrags-Slots, einige Veranstaltungen waren als fortgeschritten gekennzeichnet.

Eröffnung des SEO-Day 2014
Eröffnung des SEO-Day 2014 auf der Tribüne des RheinEnergie Stadions

10 Jahre SEO

Als ersten Vortrag hatte ich mir Dominik Wojcik – 10 Jahre SEO – die wichtigsten Learnings herausgepickt. Dominik resumierte über seine Erfahrungen und gab einige spannende Punkte zum Besten. Man soll sich auf seine Kernbereiche konzentrieren und nicht zu viel gleichzeitig machen. Am Beispiel von Rocket Internet zeigte er, dass Selbstvermarktung einen bei der nächsten Bewerbung gut unterstützen kann. SEO bedeutet auch, Fehler zu machen und dafür Bestraft zu werden. Das Wichtigste dabei ist aber aus den Fehlern zu lernen. Ebenso hob er hervor, dass die eigenen Testprojekte immer noch eine gute Basis zum Lernen darstellen. Zudem ist es wichtig, sich ein Netzwerk aufzubauen und hin und wieder die Grenzen und Lücken von Google auszuprobieren.

Dominik Wojcik

Reporting im SEO

Ein ebenso spannender Vortrag kam danach von Jens Fauldraht über Reporting im SEO. Der Inbegriff des Inhouse-SEO hat über Jahre für die Telekom gearbeitet. Er versteht das Reporting als Mittel, um intern Vertrauen aufzubauen. Dabei sollte der Report immer zur eigenen Strategie passen und auf diejenigen zugeschnitten sein, die diesen Report auch lesen. Den Leser dabei nicht zu überfordern, sondern im kurz und prägnant aussagekräftige Zahlen zu geben, steht im Vordergrund. Eine interessante Vorgehensweise war, in den Google Webmaster Tools einzelne Pfade zu verifizieren, um so differenziertere Zahlen für die einzelnen URLs zu bekommen. Jens rät generell davon ab, Rankings zu reporten, sondern Umsatz als KPI zu benutzen.

Große Seiten

Anke Probst, seit Juni Senior SEO bei Xing erzählte daraufhin von Inhouse Herausforderungen von großen Seiten. Ich habe als Kernaussage mitgenommen, dass man sich genau überlegen sollte, welche Seiten tatsächlich im Index landen sollen.

Linke Einblicke

Frank Doerr gab mit seinem Vortrag ¨Linke Einblicke¨ einige Linkstrategien seiner Vergangenheit preis. Es war interessant zu sehen, was früher so funktioniert hat, was vom Pinguin abgesägt wurde und wie sich sein Geschäft daraufhin entwickelt hat. Eine interessante These: Die Entfernung von Links ist ein negatives Signal für die linkgebende Domain.

SEO-Status

Johannes Beus hielt nach dem zeitlich und geschmacklich großzügig dimensionierten Mittagessen einen Vortrag zum Ansehen von SEO. Kernaussage: Ihr habt keinen schlechten Stand, macht es euch nicht kaputt.

Mysterium Linkkauf

Um das Mysterium Linkkauf ging es nun im Vortrag von Oliver Hauser. Der Veranstalter der SEOkomm erklärte den Markt von Brokern und Agenturen und wie die entsprechenden Preise zustande kommen. Er empfahl, gekaufte Links unbedingt zu monitoren. Auf eine Frage aus dem Publikum riet er zudem von Forenlinks ab.

Relaunch meinestadt.de

Nun kam einer der interessantesten Vorträge. Es ging um den Relaunch von meinestadt.de, einer Seite mit 11.000 Städten und etwa 16.000 Seiten im Google Index. Daniel Reeh erklärte, dass er und sein Team sich zahlreiche andere Relaunches angesehen hatten und versucht haben, daraus zu lernen. Wichtig ist es, Ziele für den Relaunch zu definieren, auch, um festzustellen, ob der Relaunch erfolgreich war. Genug Vorlaufzeit sollte allen Beteiligten eingeräumt werden, ebenfalls sollte man detaillierte technische Anforderungen dazu stellen. Der Relaunch wurde genutzt, um schlecht performende Seiten auszusortieren, natürlich nicht, ohne vorher die Backlinks darauf zu checken. Nach Möglichkeit sollte der Content automatisiert übernommen werden und die bestehenden 301 kontrolliert werden. Dass der Relaunch im großen Stil angegangen wurdem zeigt der Umstand, dass dafür ein eigener Crawler entwickelt wurde. Den Abschluss des Vortrages bildete die Empfehlung, Abnahmebedingen als Checkliste zu definieren.

Superpanel

Um 18 Uhr folgte das Superpanel. Man konnte im Vorfeld Seiten einreichen, die dann von Johannes Beus, Christian Solmecke, Jens Fauldraht, Dominik Wojcik, Nicolas Sacotte und Marcus Tober auseinander genommen wurden. Wie schon bei der SEMSEO kam hier die Info, auf Seiten nicht gleichzeitig Noindex und Canonical einzusetzen, um den Bot nicht zu verwirren. Die Texte auf der Website sollten auf Conversion ausgerichtet sein. Links sollten auch optisch als Links erkennbar sein. Beim Linkprofil wurde empfohlen, neben dem üblichen Brand gezielt einige wenige Moneykeywords einzusetzen. Interne Verlinkungen sollten immer den gleichen Linktext haben. Eine der analysierten Domains hatte seit Monaten an Sichtbarkeit verloren. Johannes empfahl hier, die Domain sterben zu lassen und die Ressourcen in ein neues Projekt zu stecken. Marcus Tober sagte klar, dass man jedes Projekt retten könne. Einig war man sich darüber, dass es mittlerweile schwer ist, Linkprofile von außen zu bewerten, da man die Disavow Datei nicht kennt.

Superpanel

Resumee

An dieser Stelle muss ich dem Veranstalter der Konferenz, also Fabian Rossbacher und seinem Team, ein dickes Lob aussprechen. Erstklassige Speaker, eine tolle Location, gutes Essen, kaum Verzögerungen im Zeitplan, Bustransfer zum Club und dort sogar Getränke inklusive. Und das alles zu einem für das Konferenz-Umfeld sehr humanen Preis. Gern nächstes Jahr wieder!

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